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Psychologie Seiten Home Allgemeine Psychologie Gelernte Hilflosigkeit - Versuchsparadigmen

Gelernte Hilflosigkeit - Versuchsparadigmen

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Einführung

Definition: gelernte Hilflosigkeit

  • (anhand der Tierversuche v. Seligman u. Maier)
    entsteht in einer Situation, in der unabhängig vom augenblicklichen Verhalten unkontrollierbare und unvermeidbare aversive Reize auftreten, d.h. es ist weder Flucht- noch Vermeidungsverhalten gegenüber aversiven Reizen möglich.

Versuchsparadigmen

Typische experimentelle Anordnung mit dem Beispiel des klassischen Experimentes von *Seligman & Maier (1967)

Experimentalgruppe = EGr            Kontrollgruppe = KGr

 

Exp. Anordnung

Versuch von Seligman & Maier

Versuchsaufbau

Tierversuche

Versuch mit Hunden
1. Phase: Tiere wurden angeschirrt und und konnten elektrischen Reizen ausgesetzt werden (links u. rechts vom kopf befanden sich Platten)
2. Phase: Käfig mit schulterhoher Barriere geteilt, mit elektrifizierbarem Bodengitter und Lampen für hinweisreize

1. Experimentalphase

1. EGr erhält unvermeidbare u. unkontrollierbare aversive Reize
2. EGr erhält unvermeidbare u. kontrollierbare Reize
KGr erfährt keine Behandlung

1. EGr erhält elektrische Schläge, die sie nicht abstellen konnten
2. EGr erhält elektrische Schläge, die sie durch Betätigen der Platten mit dem Kopf abstellen konnten

2. Experimentalphase
(24 h später)

Flucht- und aktives Vermeidungstraining

1. EGr erhielt im Käfig nach Auslöschen der Lampen einen elektr. Schlag, dem sie über die Barriere entfliehen konnten (10 Durchgänge)
2.EGr */*
KGr */*

Ergebnisse

i.d.R. zeigt die 2. EGr genauso gute Leistungen in der 2. Phase wie die KGr,
dagegen sind die Ergebnisse der 1. EGr deutlich schlechter als die der anderen beiden Gruppen

1. EGr versuchte schon in der 1. Phase nach 30 Versuchen nicht mehr, die Seitenplatten zu betätigen. 6 von 8 Hunden flüchteten im Käfig in keinem der Durchgänge (die restliche 2 hatten vil höhere Latenzzeit als 1. EGr). Auch nach 7 Tagen zeigte sich kein adäquates Vermeidungs- u. Fluchtverhalten zur 2.EGr
2. EGr lernte in der 1. Phase immer besser den Schock durch Drücken der Seitenplatten zu kontrollieren. 3/4 der Fälle zeigten im Käfig ein angemessenes Flucht- u. Vermeidungsverhalten.
KGr ähnlich 2. EGr

Aktualisiert ( Mittwoch, den 04. November 2009 um 12:39 Uhr )  

nice to know

Der Hawthorne-Effekt beschreibt den Einfluß des Beobachters auf den Beobachteten ausschließlich aufgrund der Tatssache, dass eine Beobachtung stattfindet. Der Effekt  geht auf ein Experiment um 1924 in den Hawthorne-Werken der Western Electric in Cicero/Illinois zurück. Die Forscher wollten wissen, ob verbesserte Lichtverhältnisse die Produktivität steigern können. Anfangs sah es danach aus, doch dann stellte sich heraus: Die Probanden arbeiteten nur besser, weil sie wussten, dass sie beobachtet werden. Der Effekt zeigt zugleich, dass Menschen eine erlernte Ansicht darüber haben, was ihre maximale Leistungskraft anbelangt und dass diese Grenze oft willkürlich gewählt ist. Man darf annehmen, dass die Hawthorne-Arbeiter schon unter Dämmerlicht ihr Bestes gaben. Aber jedes Mal, wenn die Forscher ein Experiment ankündigten, waren sie in der Lage, ihre Schaffenskraft zu steigern.