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Statistik: Überprüfung von Korrelationshypothesen

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( ZF Bortz, S. 197 f. ) Ein Korrelationskoeffizient kann, unabhängig von den Verteilungseigenschaften, aus jeder intervall-skalierten bivarianten Grundgesamtheit errechnet werden.

Für die signifikanzstatistische Absicherung muß die Grundgesamtheit jedoch bivariant normal-verteilt sein.

Kriterien einer bivarianten Normalverteilung :
a) Die beiden Einzelvariablen sind jeweils normalverteilt
b) Die beiden Variablen sind mindestens intervallskaliert
c) Homoskedastizität : Die Varianzen der zu einem x-Wert ( y-Wert ) gehörenden y-Werte ( x- Werte ) sind gleich.
d) Die zu einer jeden Ausprägung des Merkmals X gehörenden y-Werte ( Arrayverteilungen )  sind normalverteilt.

 

Kann die Voraussetzung der bivariant normalverteilten Grundgesamtheit als erfüllt gelten, stellt r einen erschöpfenden und konsistenten Schätzwert für die (Produkt-Moment)-Korrelation formel in der Population dar.

r schätzt formel jedoch nicht erwartungstreu, sondern verschätzt formel um den Betrag 1/n, also bei größer werdenden Stichprobenumfan zunehmend vernachlässigbar.

Selektionsfehler

( Bortz, S. 198 ) Für die Verallgmeinerung einer Korrelation ist zu beachten, dass ...

  • die untersuchte Stichprobe tatsächlich zufällig gezogen ist und somit
  • keinerlei systematische Fehler aufweist.
  • die gesamte Variationsbreite der Merkmale gesichert ist.
  • keine Extremgruppenbildung vorliegt.
Aktualisiert ( Montag, den 02. November 2009 um 15:12 Uhr )  

nice to know

Der Hawthorne-Effekt beschreibt den Einfluß des Beobachters auf den Beobachteten ausschließlich aufgrund der Tatssache, dass eine Beobachtung stattfindet. Der Effekt  geht auf ein Experiment um 1924 in den Hawthorne-Werken der Western Electric in Cicero/Illinois zurück. Die Forscher wollten wissen, ob verbesserte Lichtverhältnisse die Produktivität steigern können. Anfangs sah es danach aus, doch dann stellte sich heraus: Die Probanden arbeiteten nur besser, weil sie wussten, dass sie beobachtet werden. Der Effekt zeigt zugleich, dass Menschen eine erlernte Ansicht darüber haben, was ihre maximale Leistungskraft anbelangt und dass diese Grenze oft willkürlich gewählt ist. Man darf annehmen, dass die Hawthorne-Arbeiter schon unter Dämmerlicht ihr Bestes gaben. Aber jedes Mal, wenn die Forscher ein Experiment ankündigten, waren sie in der Lage, ihre Schaffenskraft zu steigern.