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Psychologie Seiten Home Psychologische Methodenlehre Statistik: Spezielle Korrelationstechniken

Statistik: Spezielle Korrelationstechniken

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2.5.1       Übersicht über die speziellen Korrelationstechniken ( Bortz, S. 206 -216 )

 

 

 

 

intervall

dichotom

dichotomisiert

ordinal

intervall

Produkt-Moment Korrelation

punktbiseriale Korrelation

biseriale Korrelation

Rang Korrelation

dichotom

-

-

tetrachorische Korrelation

biseriale Korrelation

dichotomisiert

-

-

-

-

ordinal

-

-

-

Rang Korrelation

dichotom :            natürliches dichotomes Merkmal ( z.B. Geschlecht )
dichotomisiert :   künstliches dichotomes Merkmal ( z.B. IQ> 100 vs. IQ<99 )

 

2.5.2       Punktbiseriale (pb) Korrelation ( Bortz, S. 207 f. )
Es soll der Zusammenhang zwischen einem intervallskalierten Merkmal ( z.B. Körpergröße ) und einem dichotomen Merkmal ( z.B. Geschlecht ) untersucht werden.
1.            bestimmen des punktbiserialen Korrelationkoeffizienten formel


formel

formel :                   Anzahl der Untersuchungseinheiten des dichotomen Merkmals ( z.B. m,w )

 

formel :                   durchschnittliche Ausprägung der kontinuierlichen Merkmale ( z.B. Körpergröße )
formel :         Gesamtstichprobenumfang ( z.B. Anzahl der männl. und weibl. Versuchspers. )
formel :                        Streuung der kontinuierlichen y-Variablen


2. Die Signifikanzüberprüfung der formel erfolgt durch folgenden Test :

formel

Der ermittelte t-Wert mit df=n-2 wird gemäß seinem Signifikanzniveau mit dem nach Tabelle D im Bortz kritischen Wert verglichen. Ist der ermittelte t-Wert größer als der kritische t-Wert kann die Nullhypothese verworfen werden, der überprüfte Unterschied ist also signifikant.

2.5.3       Biseriale Korrelation ( Bortz, S. 208 f. )
Zur Vereinfachung einer Datenanalyse wird ein intervallskaliertes Merkmal x ( z.B. IQ ) künstlich dichotomisiert, d.h. es wird in zwei Kategorien unterteilt ( z.B. x1 : IQ>100 vs x2 : IQ<99 ). Es soll der Zusammenhang zwischen einem intervallskalierten Merkmal ( z.B. Alter ) und diesem künstlich dichotomisierten Merkmal untersucht werden.


1.            bestimmen des biserialen Korrelationkoeffizienten formel

formel

formel :         Anzahl der Einheiten des kstl. dichotomen Merkmals mit x=1 ( Anzahl Pbn mit IQ>100 )
formel :          Gesamtstichprobenumfang ( Anzahl aller Pbn )
formel :          Gesamtmittelwert des kontinuierlichen Merkmals y ( MW Alter aller Pbn )
formel :         Mittelwert des kontinuierlichen Merkmals für x=1 ( MW Alter der Pbn mit IQ>100 )
formel :         Streuung der kontinuierlichen y-Variablen ( Streuung des Alters der Pbn )
formel :          Ordinate ( Dichte ) desjenigen z-Wertes der Standardnormalverteilung, der in der Normal-          verteilungsfläche die Grenzen zwischen den Teilflächen n0/n und n1/n markiert. ( Tabell B    im Bortz ).
2. Bestimmung der Streuung der biserialen Korrelationswerte formel


formel

3. Die Signifikanzüberprüfung der formel erfolgt über die Bestimmung eines z-Wertes :


formel

Der ermittelte z-Wert wird gemäß seinem Signifikanzniveau mit dem nach Tabelle B im Bortz kritischen Wert verglichen. Ist der ermittelte z-Wert größer als der kritische t-Wert kann die Nullhypothese verworfen werden, der überprüfte Unterschied ist also signifikant.
Annahmen  n>14 und Normalverteiltheit beider Merkmale.

2.5.4       Zusammenhang biserialer und punktbiseriale (pb) Korrelation


formel

Bestehen Zweifel an den Voraussetzungen, dann sollte die Punktbiseriale Korrelation berechnet werden. Dies führt allerdings zu einer Unterschätzung des Merkmalszusammenhangs.

Aktualisiert ( Montag, den 02. November 2009 um 15:13 Uhr )  

nice to know

Der Hawthorne-Effekt beschreibt den Einfluß des Beobachters auf den Beobachteten ausschließlich aufgrund der Tatssache, dass eine Beobachtung stattfindet. Der Effekt  geht auf ein Experiment um 1924 in den Hawthorne-Werken der Western Electric in Cicero/Illinois zurück. Die Forscher wollten wissen, ob verbesserte Lichtverhältnisse die Produktivität steigern können. Anfangs sah es danach aus, doch dann stellte sich heraus: Die Probanden arbeiteten nur besser, weil sie wussten, dass sie beobachtet werden. Der Effekt zeigt zugleich, dass Menschen eine erlernte Ansicht darüber haben, was ihre maximale Leistungskraft anbelangt und dass diese Grenze oft willkürlich gewählt ist. Man darf annehmen, dass die Hawthorne-Arbeiter schon unter Dämmerlicht ihr Bestes gaben. Aber jedes Mal, wenn die Forscher ein Experiment ankündigten, waren sie in der Lage, ihre Schaffenskraft zu steigern.