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Wohnungssuche, Umziehen, Einrichten

Wenn man zum Studieren ausziehen muss oder will, ist eine möglichst frühe Wohnplatzsuche von Vorteil. Als erstes sollte man sich zwischen Wohnheim, WG oder eigener Wohnung entscheiden. Jede Wohnart hat ihre Vor- und Nachteile. Ein Wohnheim ist meist sehr günstig und gut um Studenten kennen zu lernen. Es kann dort aber auch eher mal laut sein und man muss sich je nach Bedingungen vielleicht die Dusche mit mehreren anderen Studenten teilen. Dies solltest du vorher in Erfahrung bringen. Eine WG hat den Vorteil, dass du nicht vor Einsamkeit eingehen wirst. Jedoch hast du auch nicht immer deine Ruhe, wenn du gerne mal lernen oder dich entspannen willst. Ob du dich in einer WG wohl fühlst ist aber auch von deinen Mitbewohnern abhängig. Eine eigene Wohnung bietet einen guten Rückzugsort. Es ist aber meist teurer alleine zu wohnen.

Bei der Wohnungssuche solltest du einige Punkte beachten. Am besten nimmst du dir Notizkarten mit auf denen du folgende Bewertungspunkte festhälst: Adresse, Lage, Unientfernung, Mietpreis, Nebenkosten, Vermieter, Mietdauer, Größe, Einkaufsmöglichkeiten und Anschluss an öffentlichen Verker. Weitere Punkte, die du bei der Besichtigung klären solltest sind zum Beispiel die Waschmöglichkeiten und der Sonnenverlauf. Öffne auch am besten mal die Fenster um den Lärmpegel zu testen. Außerdem solltest du dich nach Hausregeln und Internet/Telefon-Zugang erkundigen. Hast du endlich eine passende Wohnung gefunden überprüfe den Mietvertrag. Sind alle Nebenkosten aufgelistet? Wie hoch ist die Mietkaution? Am besten erstellst du vorm Einzug eine Mängelliste, die du vom Vermieter unterzeichnen lässt. (WC Spülung, Heizung, Dusche testen).

Wenn dein Zimmer nicht schon möbeliert ist, kannst du zum Beispiel Verwandte nach alten Möbeln fragen. Weitere günstige Möglichkeiten sind Räumungsverkäufe oder WG-Auflösungen. Vergiss auch nicht dich am neuen Wohnort anzumelden. Nach dem Umzug ist es empfehlenswert sich den Nachbarn vorzustellen. Das gehört nicht nur zum guten Ton, es könnte auch in der Zukunft von Nutzen sein wohlgesinnte Nachbarn zu haben. Wohnst du in einer WG, kann es sinnvoll sein einen Putzplan und eine Haushaltskasse einzurichten.


Studiumsmanagement

Am Anfang eines Semesters sollte man sich um eine gute Organisation bemühen. Das kann später viel Zeit sparen. Informiere dich welche Kurse du belegen möchtest und welche Fristen und Bedingungen du für die Anmeldung beachten musst. Les dir die Prüfungsordnungen durch und wiege ab, wie viel Zeit und Mühe die Kurse in Anspruch nehmen werden. Erstelle einen Plan, in den du Anmelde- und Abgabetermine (z.B. für Referate und Hausarbeiten) einträgst. Dabei kannst du auch überlegen, wie viel Zeit du für die Termineinhaltung der jeweiligen Arbeiten brauchst.

Im Studium kannst du dann zur besseren Organisation Lern- und Tagespläne erstellen. Dabei ist es aber wichtig dich nicht zu überfordern. Erstelle Aufgaben mit Zwischenzielen. Diese Teilaufgaben tragen dazu bei, dass dich deine Motivation nicht verlässt. Denn keiner sieht gerne am Abend eine To-Do Liste an, auf der die Hälfte noch nicht abgehakt ist.

Falls dir alles über den Kopf wächst, ordne deine Aufgaben am besten nach Wichtigkeit und Dringlichkeit. So entsteht eine folgende Aufgabenhierarchie:

Zur Veranschaulichung kann man sich ein Plakat basteln. Die y-Achse wird mit "Wichtigkeit" und die x-Achse mit "Dringlichkeit" beschriftet. Das Plakat wird in vier Felder eingeteilt. (Oben rechts: A-Aufgaben / Unten rechts: C-Aufgaben / Unten links: D-Aufgaben / Oben rechts: B-Aufgaben) Mit Post-Its können nun die Aufgaben angeheftet werden.

Neben einer guten Zeitorganisation ist aber auch eine gute Unterlagenordnung von Vorteil. Wenn du Notizen richtig aufbewahrst (sei es in Ordnern, Heftern, Fächern oder Schubladen) hast du einen schnellen Zugriff und musst deine Zeit nicht mit unnötigem Suchen verschwenden.


Finanzierung

Um mit deinem Geld richtig umzugehen, ist es sinnvoll eine Liste mit deinen Ausgaben & Einnahmen zu erstellen. Notiere 1.) alle momentanen Ausgaben, 2.) voraussichtlichen Kostenpunkte des Studiums und 3.) deine voraussichtlichen Einnahmen. Rechne die Ausgaben zusammen und ziehe sie von deinen Einnahmen ab. Entweder es deckt sich, oder du kommst ins Minus. Im zweiten Fall musst du nun also mehr einnehmen oder weniger ausgeben. Meist ist eine Kombi davon ganz gut. Ein normaler oder uninaher Nebenjob, z.B. als Hiwi könnte dich dabei weiterbringen.

Bedenke bei deiner Auflistung der Ausgaben: Studiengebühren, Lehrmittel, Miete, Nebenkosten, Haushaltsausgaben, Verpflegung, Internet, Transport, Bekleidung, Körperpflege, Freizeit, Kultur, Medikamente etc.

Und bei den Einnahmen: Nebenjob? Bafög? Ersparnisse? Kindergeld? Elterliche Unterstützung?