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Psychologie Seiten Home Allgemeine Psychologie Beobachtungslernen - Ausblick

Beobachtungslernen - Ausblick

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Der Schwerpunkt in der Vorbildforschung hat sich mit den Jahren verlagert. Fragen des Beobachtungs- und Imitationslernens finden zunehmend weniger Interesse (da u.a. Niedergang des behavioristischen Paradigmas). Auch Banduras Theorie ist in Abkömmling des bekräftigungstheoretischen Ansatzes.

In Fünf Teilgebieten finden auch künftig Beobachtungsphänomene Aufmerksamkeit:

  1. Frage der genetischen Verankerung von Imitationsfähigkeit und -bereitschaft
  2. Im entwicklungspsychologischen Ansatz die Frage nach der Entwicklung der Fähigkeit zur mentalen Repräsentation beobachteten Materials sowie der Fähigkeit und Bereitschaft zur Handlungsregulation anhand von Standards
  3. In der motivationstheorie wird den Phänomenen der Nicht-Nachahmung, der Kontraimitation sowie der indirekten Vorbildwirkung nachgegangen
  4. In der Kognitionspsychologie die Frage nach der Erzeugung und Speicherung einer mentalen repräsentation des Beobachteten sowie einer späteren Umsetzung ins Handeln
  5. Frage nach den Einflüssen moderner Medien:"Ansteckungseffekte". Hier wird die Vorstellung gehegt, daß durch die Beobachtung beim Beobachter vorhandene kognitive Schemata aktiviert werden (priming), daß diese Aktivierung eine gewisse Zeit bestehen bleibt und erst allmählich abschwächt und daß sie sich auf andere Schemata ausbreitet, die mit dem aktivierten assoziativ verknüpft sind (spreading). Enthalten diese Schemata verhaltensspezifische Elemente, steigt für eine gewisse Zeit nach der Beobachtng die Wahrscheinlichkeit, daß das entsprechende Verhalten gezeigt wird(Carver u.a.)
Aktualisiert ( Mittwoch, den 04. November 2009 um 12:49 Uhr )  

nice to know

Der Rosenthal-Effekt wurde von den Psychologen Robert Rosenthal und Lenore Jacobson 1968 beschrieben. In einer Schule wurde Lehrern mitgeteilt, dass Sie im nächsten Schuljahr eine Klasse an ausserordentlich intelligenten Schülern übernehmen würden.  Nach Ende des Schuljahres zeigte sich, dass die Noten der Klasse besser waren, selbst der IQ der Schüler lag über 20 Punkte höher. Die Klassenzusammensetzung war jedoch  eine Zufallsauswahl. Weil aber Schüler glaubten, zu den Besten zu gehören und auch die Lehrer ihnen mehr zutrauten, stieg die Leistungs- und Lernkurve.