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Psychologie Seiten Home Allgemeine Psychologie Beobachtungslernen - Ausblick

Beobachtungslernen - Ausblick

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Der Schwerpunkt in der Vorbildforschung hat sich mit den Jahren verlagert. Fragen des Beobachtungs- und Imitationslernens finden zunehmend weniger Interesse (da u.a. Niedergang des behavioristischen Paradigmas). Auch Banduras Theorie ist in Abkömmling des bekräftigungstheoretischen Ansatzes.

In Fünf Teilgebieten finden auch künftig Beobachtungsphänomene Aufmerksamkeit:

  1. Frage der genetischen Verankerung von Imitationsfähigkeit und -bereitschaft
  2. Im entwicklungspsychologischen Ansatz die Frage nach der Entwicklung der Fähigkeit zur mentalen Repräsentation beobachteten Materials sowie der Fähigkeit und Bereitschaft zur Handlungsregulation anhand von Standards
  3. In der motivationstheorie wird den Phänomenen der Nicht-Nachahmung, der Kontraimitation sowie der indirekten Vorbildwirkung nachgegangen
  4. In der Kognitionspsychologie die Frage nach der Erzeugung und Speicherung einer mentalen repräsentation des Beobachteten sowie einer späteren Umsetzung ins Handeln
  5. Frage nach den Einflüssen moderner Medien:"Ansteckungseffekte". Hier wird die Vorstellung gehegt, daß durch die Beobachtung beim Beobachter vorhandene kognitive Schemata aktiviert werden (priming), daß diese Aktivierung eine gewisse Zeit bestehen bleibt und erst allmählich abschwächt und daß sie sich auf andere Schemata ausbreitet, die mit dem aktivierten assoziativ verknüpft sind (spreading). Enthalten diese Schemata verhaltensspezifische Elemente, steigt für eine gewisse Zeit nach der Beobachtng die Wahrscheinlichkeit, daß das entsprechende Verhalten gezeigt wird(Carver u.a.)
Aktualisiert ( Mittwoch, den 04. November 2009 um 12:49 Uhr )  

nice to know

Angst ist chemisch übertragbar? Eine Arbeitsgruppe rund um Prof. Dr. Bettina Pause (Düsseldorf) hat bei ängstliche Prüflingen Schweissproben genommen. Jeder der sich in einer solchen Prüfungssituation schon befunden hat, kann gut nachvollziehen, dass es sich hier tatsächlch um "Angstschweiß" handelt. Bei denselben StudentenInnen wurden als Kontrollguppe Schweißproben nach Sport genommen. An den gesammelten Proben durften dann Probanten schnuppern, die anschließend Gesichter burteilen sollten.  Es zeigte sich, dass die Gruppe die am "Angstschweiß riechen durfte" die Gesichter signifikant schlechter beurteilten.